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Di, 1. Dez. 2020 11:30 Uhr

Umbau der Drehleiter

Kategorie: Ost

Von: S. Zwetsch

Steigerung des Einsatzwertes


Krankentragehalterung

Schuttmulde

Krankentragehalterung mit Schwerlastragenhalterung

Krankentragehalterung mit Trage und ausgerüstetem Feuerwehrmann

Die Feuerwehr Saarlouis wird etwa zweimal monatlich zur Unterstützung des Rettungsdienstes mit einem Hubrettungsfahrzeug alarmiert. Bei diesen Einsätzen müssen verletzte oder erkrankte Personen aufgrund von baulichen Gegebenheiten oder medizinischen Gründen liegend aus einem höheren gelegenen Stockwerk auf Erdniveau verbracht werden.
Bei der im Löschbezirk Ost stationierten Drehleiter wurde bisher eine Halterung für die Krankentrage in eine Aufnahme in der Korbumwehrung aufgesteckt. Durch die hohe Position der Halterung, war eine Versorgung und Betreuung einer Person auf der Trage nur bedingt möglich. Auch konnten Fenster in Dachschrägen durch diese Bauart nicht angefahren werden.

Modifikation Korb
Mitte November wurde daher der die Aufnahme der Krankentragehalterung im Korb der Drehleiter im Herstellerwerk in Karlsruhe modifiziert.
Die Halterung wurde so angepasst, dass diese nun auf dem Korbboden befestigt werden kann und damit eine Versorgung einer Person sowie das Anfahren an Fenster von Dachschrägen möglich ist.
Ein nicht zu vernachlässigbarer Nebeneffekt des Umbaus ist die ergonomischere Entnahmehöhe der Krankentrage auf Bodenniveau, die nicht nur die Kräfte der Einsatzkräfte schont, sondern auch eine Verbesserung der Arbeitssicherheit darstellt.
Zur Möglichen Aufnahme von Schutt (Dachziegeln, Fassadenelement o. ä.), ist es ab sofort auch möglich diesen in einer Schuttmulde gesichert im Korb zu transportieren.

Rettung von schwergewichtigen Patienten
Im Rahmen des Umbaus wurde ebenfalls eine Möglichkeit geschaffen, die im Löschbezirk Ost vorhandenen Schwerlast- Korbtrage (ugs. XXL- Korbtrage) auf der Tragehalterung zu montieren. Die Traglast beträgt hier bis 250 kg Körpergewicht. Auch ist es nun möglich, ein Rollstuhl im Korb gesichert aufzunehmen.
Mit dem bereits vorhandenen System für die Rettung einer Person mit bis zu einem theoretischen Körpergewicht von 400 kg, ist man auch hier zukunftweisend optimal auf solche Einsatzsituationen aufgestellt.