Aktuelles
Jahreshauptversammlung 2026
Berichte, Wahlen und Rückblick im Löschbezirk Lisdorf
Am 11. Januar 2026 fand die jährliche Hauptversammlung des Löschbezirks Lisdorf in den Räumlichkeiten der Feuerwache Lisdorf statt. Die Versammlung wurde von Löschbezirksführer Christoph Jenal geleitet. Nach der Eröffnung begrüßte er die anwesenden Mitglieder sowie die Ehrengäste. Besonders willkommen hieß er Bürgermeister Carsten Quirin, Wehrführer Christopher Freichel, den Sprecher der Alters- und Ehrenwehr Horst Diewald, den Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung Christian Bost sowie die Feuerwehrsachbearbeiterin Janine Batesta. Anschließend wurden die Anwesenheit sowie die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt. Daraufhin verlas Schriftführer Joshua Maring das Protokoll der letztjährigen Hauptversammlung.
Jahresbericht des Löschbezirksführers
Im nächsten Tagesordnungspunkt erstattete der Löschbezirksführer seinen Jahresbericht, der traditionell mit einem Totengedenken begann. Danach stellte Christoph Jenal die detaillierte Einsatzstatistik des vergangenen Jahres vor, die erneut das hohe zeitliche Engagement der Mitglieder des Löschbezirks verdeutlichte.
Insgesamt wurde der Löschbezirk im Jahr 2025 zu 108 Einsätzen alarmiert und damit zu einer vergleichbar hohen Zahl wie im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Einsätze im Zusammenhang mit dem Pfingsthochwasser 2024 ergibt sich sogar eine leichte Steigerung gegenüber dem Jahr 2024. Die Einsatzkräfte leisteten insgesamt 1.204 Einsatzstunden, was einem Zuwachs von 331 Stunden gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch die Gesamtdienststunden stiegen deutlich auf 12.548 Stunden, ein Plus von 1.067 Stunden beziehungsweise 9,3 Prozent. Diese entfielen neben dem Einsatzgeschehen vor allem auf Ausbildungsdienste. Zusätzlich wurden 551 Stunden für Brandsicherheitswachen aufgewendet, was einer Steigerung von 41,6 Prozent gegenüber 2024 entspricht.
Der Personalstand des Löschbezirks belief sich zum Berichtszeitpunkt auf insgesamt 81 Mitglieder. Davon waren 47 in der aktiven Wehr, 17 in der Jugendfeuerwehr, 7 in der Kinderfeuerwehr sowie 10 in der Alters- und Ehrenwehr.
Zum Abschluss seines Berichts dankte Jenal der gesamten Mannschaft für das hohe Engagement im vergangenen Jahr. Sowohl anspruchsvolle Einsätze, wie der Brand in der Zeughausstraße oder der schwere Verkehrsunfall auf der BAB 620, als auch Übungen, Brandsicherheitswachen, die Kinder- und Jugendarbeit, die Mitarbeit in Fachausschüssen, gesamtstädtische Veranstaltungen sowie die Pflege von Traditionen im Ort unterstrichen die zentrale Bedeutung des Löschbezirks für die Stadt Saarlouis und insbesondere für den Stadtteil Lisdorf.
Berichte der Kinder- und Jugendfeuerwehr
Im Anschluss berichtete Emma-Lena Hoffmann, Leiterin der Kinderfeuerwehr, über das erste Jahr ihrer Arbeit. Sie stellte die Entwicklung der Mitglieder- und Betreuerzahlen dar und veranschaulichte die Aktivitäten des vergangenen Jahres anhand von Bildmaterial, unter anderem am Beispiel des Leistungsmarsches in Schmelz, bei dem ein erster und ein dritter Platz erreicht wurden. Sie dankte nochmals dem ehemaligen Leitungsteam Sascha Seibel und Robin Germann für die Arbeit der vergangenen Jahre und den hervorragenden Stand, den sie und ihre neue Stellvertreterin Eva Laval vorgefunden hätten.
Im Anschluss folgte der Bericht der Jugendfeuerwehr, vorgetragen durch den Jugendfeuerwehrbeauftragten Maik Wiltz. Dieser gab Einblicke in die aktuellen Zahlen und hob besonders das Partnerschaftszeltlager im vergangenen Jahr hervor, welches unter der Schirmherrschaft der Feuerwehr Saarlouis im Stadtgebiet stattfand.
Wortbeiträge der Gäste
Es folgten die Wortbeiträge von Bürgermeister Carsten Quirin, Wehrführer Christopher Freichel sowie Amtsleiter Christian Bost, die sich übereinstimmend sehr zufrieden mit der Arbeit des Löschbezirks sowie der gesamtstädtischen Lage zeigten.
Bürgermeister Quirin hob hervor, dass in Feuerwehrangelegenheiten ein breiter politischer Konsens bestehe und Verwaltung, Stadtspitze und politische Gremien gemeinsam daran arbeiteten, auf sich verändernde Anforderungen zu reagieren. Als Beispiel nannte er den Brand in der Zeughausstraße, nach dem kurzfristig zusätzliche Haushaltsmittel bereitgestellt wurden, um eine regelmäßige Realbrandausbildung für die Atemschutzgeräteträger im zweijährigen Turnus zu etablieren. Auch der 14. September, der Tag der Bombenentschärfung, habe gezeigt, dass neue Herausforderungen dank guter Planung, Organisation und des Einsatzes der Feuerwehr erfolgreich bewältigt werden können.
Wehrführer Freichel dankte allen Einsatzkräften für ihr hohes Engagement im vergangenen Jahr und betonte die breite Beteiligung des Löschbezirks an nahezu allen relevanten Einsätzen. Beispielhaft nannte er den Brand am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth, bei dem durch schnelles Eingreifen ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindert werden konnte, den Doppeldachstuhlbrand in der Zeughausstraße sowie den langwierigen Verkehrsunfall auf der BAB 620. Die Entschärfung der Weltkriegsbombe im September habe zudem die Führungs- und Organisationseinheit auf städtischer Ebene nachhaltig gestärkt und wertvolle Erkenntnisse für den Umgang mit künftigen Großlagen geliefert.
Wahlen
Danach folgte die turnusmäßige Wahl einer der beiden Positionen des stellvertretenden Löschbezirksführers. Michael Wiltz stellte sich nicht erneut zur Wahl. Für das Amt kandidierte Peter Gindorf, der in einer geheimen Wahl gewählt wurde. Gemeinsam mit Löschbezirksführer Christoph Jenal und dem bereits im vergangenen Jahr gewählten Stellvertreter Thorsten Bernard bildet er nun das dreiköpfige Führungsteam an der Spitze des Löschbezirks.
Christoph Jenal dankte Michael Wiltz für seine engagierte Arbeit in den vergangenen Jahren und überreichte ihm als Zeichen der Anerkennung ein Präsent.
In einer weiteren Wahl wurde Marvin Altmeier zum neuen Kameradensprecher gewählt. Turnusgemäß wurden zudem zwei neue Kassenprüfer bestimmt.
Rückblick, Vorschau und Fazit
Christoph Jenal eröffnete den letzten Teil der Versammlung mit einer Bilderstrecke, die die Highlights des Jahres 2025 zusammenfasste und die vielfältigen Aktivitäten des Löschbezirks anschaulich Revue passieren ließ. Dabei wurden zentrale Ereignisse des vergangenen Jahres im Löschbezirk Lisdorf dargestellt, darunter mehrere, teils stadtweite Veranstaltungen sowie die Jahreshauptübung bei der Firma Rietmann.
Im Anschluss stellte er den Termin- und Veranstaltungsplan für das Jahr 2026 vor. Beispielhaft werden der Kinderfeuerwehrtag am 28. März, das Maibaumsetzen am 30. April, der Tag der offenen Tür mit Festakt „60 Jahre Jugendfeuerwehr Lisdorf“ am 22. August, die Jahreshauptübung der Feuerwehr Saarlouis am 26. September sowie der Martinsumzug im November genannt.
Zum Abschluss zog Jenal ein Fazit des Jahres 2025. Zahlreiche Aktivitäten sowie Einsatzzahlen und geleistete Stunden auf Höchststand verdeutlichten die hohe Einsatzbereitschaft des Löschbezirks. Alle Herausforderungen wurden im vergangenen Jahr gemeinsam gemeistert; zugleich gab er einen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben und Anforderungen des kommenden Jahres.
Ehrungen und Übernahmen
Schließlich wurden Peter Gindorf und Sascha Seibel für ihre 35-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit dem silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande ausgezeichnet.
Darüber hinaus wurde Berthold Lauer aus dem aktiven Dienst in die Alters- und Ehrenwehr übernommen.
Verschiedenes
Als abschließender Punkt gratulierte der Löschbezirksführer Volker Nagel nachträglich zu seinem 60. Geburtstag und übergab ihm ein kleines Präsent.
Ausklang
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein gemeinsames Essen, das vom Küchenteam des Löschbezirks vorbereitet worden war und in entspannter Atmosphäre Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und kameradschaftlichem Austausch bot.








